Veranstaltungen

Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei den angezeigten Veranstaltungen lediglich um Vorankündigungen handelt. Genauere Informationen werden im Vorfeld der jeweiligen Veranstaltung folgen.


Vom 15. Mai bis zum 4. September 2022 zeigt das Wolhynier Umsiedlermuseum die Ausstellung "Geflüchtet, vertrieben, entwurzelt: Kindheiten in Mecklenburg 1945 bis 1952“.

Fast eine Million Flüchtlinge und Vertriebene sind bis 1949 allein nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen und versuchten in der Sowjetischen Besatzungszone den Neuanfang. Dabei wird oft vergessen – mehr als ein Drittel von ihnen waren Kinder. Wie erlebten sie die Flucht, Ankunft und Aufnahme in einer fremden Umgebung? Welche Unterstützung haben sie erhalten? Welche Ausgrenzungserfahrungen haben sie gemacht? Durch Gespräche und Berichte, zeitgenössische Quellen und aktuelle Literatur gibt Brit Bellmann mit dieser Ausstellung Einblicke in Kindheiten, die von Hunger, Gewalt, Mangel, schwerer Arbeit, aber auch von der Hoffnung auf ein besseres Leben geprägt waren.

Kinder auf der Flucht ist auch heute ein hochaktuelles Thema. Das zeigt einmal mehr der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Der Eintritt ist frei.


2. + 3. Juli 2022 — Bonifatiushaus Fulda

Die diesjährige Bundeskulturtagung der Landsmannschaft Weichsel-Warthe findet am 2. und 3. Juli 2022 in Fulda statt. Unter dem Thema „Was von den Deutschen im Vorkriegspolen in Polen und der Ukraine geblieben ist.“ erwarten die Besucher folgende Vorträge mit Referentinnen und Referenten aus Polen, der Ukraine und Deutschland:

  • Friedhöfe als Orte der Erinnerung und Versöhnung – Prof. Dr. Małgorzata Czabańska-Rosada, Posen/ Poznań
  • Aktueller Bericht aus der Ukraine N.N., Lemberg/ Lviv
  • Die Exhumierung von zivilen und militärischen Kriegsopfern als humanitäre, völkerverständigende Arbeit – Tomasz Czabański (angefragt), Posen/ Poznań
  • Berichte unserer polnischen Gäste und der Mitarbeiter der LWW aus ihrer aktuellen Arbeit mit Schwerpunkt zur Ukraine
  • Kulturabend mit Kulturpreisen und Morgenandacht – Pfarrer Dawid Mendrok, Leslau/ Włocławek
  • Was bleibt – von der Zukunft der Erinnerung an die Deutschen in Polen? – Dr. Wolfgang Kessler, Viersen

28. August bis 1. September 2022 — Wolhynier Umsiedlermuseum

Das Wolhynier Umsiedlermuseum veranstaltet im September 2022 eine viertägige Medien- und Autorenwerkstatt in Linstow.

Deutsche und ukrainische Teilnehmer erarbeiten in kleinen Projektgruppen verschiedene Formate (Blogbeiträge, kurze Videos, Social Media Stories) zu den Themen Flucht und Vertreibung am Beispiel der Wolhyniendeutschen und des aktuellen Ukrainekrieges. Dazu machen sich die Teilnehmer mit der wolhyniendeutschen Geschichte im Museum sowie durch Gespräche mit Zeitzeugen und Experten vertraut.

Nach einer Einführung in das übergreifende Thema der Werkstatt – die gemeinsame, deutsch-ukrainische Geschichte in der historischen Region Wolhynien, wo bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs noch rund 120.000 Deutsche lebten – entscheiden sich die Teilnehmer, wie sie ihre Ideen zu diesen Themen präsentieren möchten.

Die in den Workshops erarbeiteten Beiträge werden am Ende im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert (Vorführung der Videos, Lesung). Zudem werden die Beiträge online auf der Webseite des Museums und / oder einem Facebook / Instagram / Youtube-Account zur Werkstatt für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zu Anmeldung und Bewerbung

 


2. bis 4. September 2022 — Wolhynier Umsiedlermuseum

Freitag, den 2. September 2022
17:30 Uhr     Lesung wolhynischer Zeitzeugenberichte mit Liveschaltung

Samstag, den 3. September
14:00 Uhr     Museumsfest mit Kulturprogramm
18:00 Uhr     Konzert des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow

Sonntag, den 4. September
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0:00 Uhr     Heimatgottesdienst in der Kirche zu Kieth mit Probst Dirk Frey
12:00 Uhr     Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung


Die Geschichte der Wolhyniendeutschen ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch weitge-hend unbeachtet und zu großen Teilen unerforscht. Die Wolhyniendeutschen sind – trotz ihrer im Vergleich zu anderen Vertriebenengruppen geringeren Zahl – eine wichtige Vertriebenengruppe mit einer einzigartigen Migrationsgeschichte. In nur kurzer Zeit waren sie mehrfach gezwungen, ihre angestammte Heimat zu verlassen. Dies hat sie von Asien bis nach Amerika in die unterschiedlichsten Regionen der Welt verschlagen.

Die Referentinnen und Referenten werden bisher weniger bekannte Aspekte dieser Ge-schichte darstellen, wie das Leben in der Zwischenkriegszeit in Polen und der Sowjetunion. Weiterhin stellen sich aktuelle Projekte vor, die mit neuen Methoden und Ansätzen die viel-schichtigen Zusammenhänge insbesondere auch jungen Menschen vermitteln. Außerdem werden Vertreter von Vertriebenenorganisationen und Gedenkinitiativen in einer Podiums-diskussion neue Wege der Erinnerung nach dem Ableben der Zeitzeugengeneration aufzeigen und diskutieren.

 


10.12.2022 — Wolhynier Umsiedlermuseum