Der Heimatverein Linstow e.V.

Mit Blumen sagen wir unseren Wolhyniern 'Dankeschön'. Der Heimatverein Linstow e.V. wurde 1993 gegründet. Er hat ca. 50 ständige Mitglieder. Nicht eingerechnet sind hierbei die Familienmitglieder, die aktiv an der Vereinsarbeit Anteil nehmen. Der Verein ist Träger und Betreiber des Wolhynier Umsiedler- museums. Das Museum befindet sich in dem Bauerhaus, welches als erster Umsiedlerhof 1947 in traditioneller Bauweise errichtet wurde.

Alle Umsiedler (73 Familien, überwiegend aus Wolhynien stammend, wurden nach dem 2. Weltkrieg in Linstow angesiedelt.) halfen beim Aufbau, Sie trugen Haushalts- und Arbeitsgeräte zusammen. Besucher können eine ziemlich originalgetreue Ausstattung bewundern und bekommen so einen Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt und in die besondere Geschichte dieser Menschen.

Mit der Einrichtung des Museums und der Gestaltung des Geländes wurde erstmals in den neuen Bundesländern eine Begegnungsstätte geschaffen, in der Umsiedler aus Osteuropa ihre Erlebnisse und Erfahrungen thematisieren können. Initiiert von den Dorfbewohnern, die überwiegend selbst aus Wolhynien stammen, wurde das bis heute einzigartige Umsiedlermuseum als ABM Projekt aus Fördermitteln des Bundes, des Landes und der Gemeinde finanziert.

2005 wurde auf dem Gelände eine Bildungs- und Museumsscheune errichtet. Der Schulungsraum bietet bis 100 Personen Platz und ist mit modernen technischen Hilfsmitteln ausgestattet, durch die unmittelbare Nähe zu einem großen Hotel der v.d. Valk Gruppe mit einer ausgezeichneten Infrastuktur auch zur Überbrückung von Freizeiten, wie Erlebnisbad, Kegelbahn und vieles mehr in Linstow ist ein gute Möglichkeit für Seminararbeit und anderen Veranstaltungen geschaffen.

Der Heimatverein, dessen Mitglieder Zeitzeugen einer bewegten Geschichte sind, bietet gute Vorraussetzungen, besonders jungen Menschen Erfahrungen zu vermitteln, die bewirken können, aus der Geschichte zu lernen. Beispielhaft sei hier dies genannt:

Eine Schülergruppe aus Krakow am See nahm am bundesweitem Projekt "Zeitensprünge" erfolgreich teil, eine Grundschulklasse aus Hohen Wangelin nahm erfolgreich an einem Umweltprojekt teil und wurde vom Umweltminister mit einem Preis geehrt, eine Schülerklasse des Malchower Gymnasiums führte im Rahmen eines CIVITAS Projektes ein Seminar zur wolhynischen Geschichte durch, es wurden Zeitzeugen befragt, Quellen gesichtet und historisch Zusammenhänge erforscht.

Zweifellos hat sich das jährlich am ersten Samstag im September stattfindende Museumsfest zum Höhepunkt des Dorflebens entwickelt, ca. 500 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen daran teil, viele ehrenamtliche engagierte Dorfbewohner bringen sich mit ein. Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft werden geladen und Kinder und Jugendliche beteiligen sich an der Programmgestaltung. Für seine Aktivitäten wurde der Heimatverein Linstow e.V. im Dezember 2003 mit dem Regionalen Bürgerpreis geehrt. In seiner Festrede dankte der Bundesstagsabgeordnete Werner Kuhn den Mitgliedern des Vereins für ihr langjähriges, freiwilliges Engagement bei der Aufklärung von Jugendlichen und Schülern insbesondere im Sinne wirksamer Prävention gegen Gewalt im Umgang mit Fremden.

Johannes Herbst, Vorsitzender des Heimatverein Linstow e.V.


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