Die Kirche im Dorf

Außenansicht der Kiether Kirche

Die urkundliche Ersterwähnung der Kiether Kirche geht auf das Jahr 1256 zurück. Im 30jährigen Krieg wurde sie fast völlig zerstört. Die Dorfkirche entstand in ihrer ersten Anlage in der Zeit der Frühgotik als ein rechteckiger Backsteinbau.

Um 1870 erfolgte ein Umbau. Das Kircheninnere wurde mit einer flachen Balken- und Bretter- decke versehen. Es ist auch anzunehmen, daß in dieser Umbauphase der quadratische Westturm mit dem Spitzhelm angefügt wurde. 1879 erhielt der Turm seine Glocke, gegossen von Eduard Albrecht in Wismar.

Eine besondere Erwähnung verdienen die Portale. In ihren Wandungen und Laibungen wechseln breite Auskehlungen und entsprechende kräftige Viertel-Rundstäbe miteinander ab.

Quadratischer Westturm mit Spitzhelm Das Portal besitzt noch ein Kapitellglied in der Kämpferlinie. Erhalten ist ein altes Glasfenster, gestiftet von den Erben des ehemaligen Pächters Fensch der Domäne Linstow.

Zur Kirche gehört ein kleiner Friedhof mit alten großen Bäumen. Einige Gräber sind noch gut erhalten, u.a. das Erbbegräbnis des Pächters Fensch und seiner Familie. Man findet es unter dem erwähnten Glasfenster.

Heute ist man dabei, die Kiether Kirche in einzelnen Phasen zu restaurieren. 1993 wurde das Dach und der Turm, sowie 2002 das Kirchenschiff mit Mitteln der Gemeinde und des Landes saniert.

An Sonn- und Feiertagen werden Gottesdienste abgehalten. Die Kirche im Dorf ist auch ein vermittelnder Ort zwischen Geschichte und Gegenwart.

Textauszug aus dem Prospekt des Umsiedlermuseums


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