Bildungsreise nach Thüringen
vom 30.09. bis 04.10.2016

ReisegruppeDie diesjährige Bildungsreise des Linstower Heimatvereins führte vom 30. September bis zum 4. Oktober nach Thüringen. Auf dem Wege dorthin wurde das Panoramamuseum in Bad Frankenhausen besucht, das der Frühbürgerlichen Revolution und dem Deutschen Bauernkrieg von 1525 gewidmet ist und von dem bekannten Künstler Werner Tübke stammt, der es zwischen 1984 und 1987 geschaffen hat. Das monumentale Rundgemälde ist 123 Meter lang und 13 Meter hoch. Auf ihm sind rund 3000 Figuren dargestellt, darunter viele historische Persönlichkeiten wie Thomas Müntzer, Martin Luther und Albrecht Dürer. Von der Wirkung dieses Kolossalbildes waren alle tief beeindruckt.

Weimar DenkmalDie Weiterfahrt nach Weimar verlief reibungslos. Das Comforthotel am Rande der Stadt bot uns für die kommenden Tage eine angenehme Unterkunft. Der nächste Tag, es war der 1. Oktober, begann mit einer Stadtführung durch Weimar und brachte uns eine Wiederbegegnung mit vielen bekannten Sehenswürdigkeiten wie: Schloss, Anna-Amalia-Bibliothek, Musikhochschule Franz Liszt, Reiterdenkmal Karl Augusts, Schillerhaus, Goethehaus am Frauenplan, Goethes Gartenhaus, Nationaltheater und vieles mehr.

Schillerhaus Goethemuseum

Der sich anschließende Rundgang durch Goethes Wohnhaus und das Goethe-Museum rief uns in Erinnerung, was alles seit der Schulzeit in Vergessenheit geraten war.
Den Abend im Hotel beschloss ein von Dr. Arnold Hückstädt gehaltener Bildervortrag zum Thema “Fritz Reuter als Zeichner und Porträtmaler”. Den Abend im Hotel beschloss ein von Dr. Arnold Hückstädt gehaltener Bildervortrag zum Thema “Fritz Reuter als Zeichner und Porträtmaler”.
Rathaus ErfurtAm Sonntag, dem 2. Oktober, ging unsere Thüringenreise weiter nach der Domstadt Erfurt. Unvergesslich der Blick auf den ehrwürdigen Dom und die Severikirche sowie der Besuch der weltberühmten Krämerbrücke. Am Nachmittag besuchten wir die Kleinstadt Kranichfeld, den Ort der Kindheit und Jugend unseres Vereinsvorsitzenden Johannes Herbst. Der Besuch im Kranichfelder Baumbachhaus machte uns bekannt mit dem Leben und Schaffen des in Kranichfeld 1840 geborenen Dichters Rudolf Baumbach, der das Lied “Hoch auf dem gelben Wagen” geschrieben hat. Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel im Baumbach-Museum wurde die Fahrt fortgesetzt und führte nach der Ruine Oberschloss und am Abend zu dem 513 Meter hoch gelegenen Gasthof Riechheimerberg zum Klößeessen. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, fuhren wir nach Eisenach. Wir besuchten die Villa, die sich Fritz Reuter, der bereits 1863 von Neubrandenburg nach Eisenach in Thüringen übergesiedelt war, am Fuße der Wartburg von dem renommierten deutschen Architekten und Baumeister Ludwig Bohnstedt bauen lassen hat. LutherstubeDie Besichtigung der zeitgenössischen Wohnräume von Fritz und Louise Reuter machte uns vertraut mit der Wohnkultur zu damaliger Zeit. Wir fühlten uns dem größten plattdeutschen Dichter Fritz Reuter, der in der Eisenacher Zeit die Romane “Dörchläuchting” und “De Reis’ nah Konstantinopel” geschrieben hat, ganz nah und empfanden Dankbarkeit. Am Nachmittag ging’s hinauf zur Wartburg, der berühmten Veste, die zum einträchtigen Symbol für deutsche Geschichte und für den Kampf um die Einheit und Eigung des deutschen Vaterlandes geworden ist. Eine blendende Führung, gehalten von einer jungen Mitarbeiterin der Wartburgstiftung, wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Tages. Wörlitzer ParkDie Rückfahrt in die Heimat am 4. Oktober wurde unterbrochen durch einen Abstecher in die Wörlitzer Anlagen, die uns durch Gondelfahrten bei herrlichstem Sonnenschein in bester Erinnerung bleiben werden. Schöner und eindrucksvoller konnte unsere Bildungsreise nicht zu Ende gehen.
Brigitta Hückstädt, Mitglied des Heimatvereins.

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