Das 22. Museumsfest
vom 5. bis 7. September 2014

[Fortsetzung]
Museumsfest 2014Auch zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung nach Linstow gefolgt, unter ihnen Freunde aus Breslau in Polen, aus Riwne in der Ukraine und der Geschäftsführer der Ukrainischen Botschaft in Berlin, Herr Vasyl Klymynets.
Ein großes Festzelt, das seine Seitenwände wegen des schönen Sommertages geöffnet hatte, vereinte die vielen Teilnehmer, von denen nicht wenige einander kannten. Die Zusammenkunft hatte einen wohltuenden familiären Charakter, es gab bei der Kommunikation weder Hemmschwellen noch Vorbehalte. Aus der Verbundenheit mit den Vorfahren in Wolhynien hat sich ein spürbar starkes Gemeinschaftsgefühl der Nachfahren entwickelt, nicht zuletzt geweckt und gefördert durch die kluge Arbeit des Vorstandes und der Mitglieder des Heimatvereins sowie seines nimmermüden Vorsitzenden, Johannes Herbst. Museumsfest 2014Alle Redner fanden zu Herzen gehende Worte, erinnerten an die Deutschen und deren leidvolles Schicksal in Wolhynien, mahnten, dass sich das niemals und nirgendwo auf der Erde wiederholen dürfe und gaben der Hoffnung zuversichtlichen Ausdruck, dass in den gegenwärtigen Krisenherden in Europa bald Frieden einkehre.
Museumsfest 2014Zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, dem 5.September, fand am Abend in der Festscheune eine öffentliche Mitgliederversammlung statt, an der auch bereits einige geladene Gäste teilnahmen. Nachdem das Wolhynienlied verklungen war, berichtete der Vereinsvorsitzende Johannes Herbst über die geleistete Arbeit und Vereinsaktivitäten des zurückliegenden Jahres. Den Hauptteil des Abends bestritt Swetlana aus Riwne in der Ukraine. Als Mitarbeiterin eines großen touristischen Unternehmens machte sie mit attraktiven Reisezielen in der Westukraine bekannt und lud auf charmante Weise ein, ihre Heimat zu besuchen.
Danach gab die ukrainische Akkordeonvirtuosin Galina Classe ein kleines Konzert und ließ den Abend mit einer Folge bekannter Melodien beschwingt ausklingen.
Museumsfest 2014Am Sonnabend, dem 6. September, begrüßte unter dem herzlichen Beifall der Versammelten der Vereinsvorsitzende Johannes Herbst die Ehrengäste, zu denen neben den bereits genannten Persönlichkeiten aus Polen und der Ukraine und dem Schirmherrn Dr. Sprungala auch Herr Walter Manz vom Historischen Verein Wolhynien, Herr Kuhn von der Politischen Landeszentrale sowie der Landtagsabgeordnete Herr Renz gehörten. Nachdem die Grußreden gehalten waren, begann ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Musik, Chorgesang, professionellen Tanzeinlagen sowie heiteren und ernsten Wortbeiträgen, woran alle ihre Freude hatten, und das sich bis in den Abend erstreckte. Den von den fleißigen Frauen des Vereins selbstgebackenen Kuchen sowie die Piroggen ließen sich die Gäste sichtlich gutschmecken. Die vielen persönlichen Gespräche trugen zu einer lockeren Festatmosphäre bei. Mit einem zünftigen Grillabend ging der zweite Festtag zu Ende.

Museumsfest 2014Am Sonntag, dem 7. September, kamen die Festteilnehmer zu einem Heimatgottesdienst in der Linstower Kirche zusammen. Pastor Behre ging auf die gegenwärtige Situation in der Ukraine ein und bat in seinem Gebet um Frieden für das leidgeprüfte Land. Die vom Männerchor aus Laage gesungenen Lieder sorgten für eine erhebende feierliche Stimmung.
Anschließend fand in der Gedenkecke des Museumsgeländes eine Kranzniederlegung statt. Museumsfest 2014Es wurde der vielen namenlosen Wolhynier, die auf der Flucht ihre Leben verloren, gedacht.
Gestärkt mit dem schmackhaften Essen aus der Gulaschkanone, nahmen die Gäste Abschied voneinander und von einem außerordentlich gelungenen Museumsfest, für das den vielen fleißigen Helfern um Johannes Herbst aufrichtiger Dank gebührt. Mit dem Dank verbindet sich die Vorfreude auf das nächste Museumsfest in Linstow.

Mitglied Brigitta Hückstädt

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