Museumsfest 2010 + Wolhynische Heimattage

18. Museumsfest des Wolhynischen Heimatvereins Linstow e.V.

Auch in diesem Jahr begann das Fest bereits am Freitagabend mit einem Dia-Vortrag über eine Gruppenreise in die Ukraine, die Pfarrer Oliver Behre in diesem Jahr unternommen hatte. Herr König vom Historischen Verein Wolhynien e. V. hielt einen Vortrag zum Thema "Mögliche Publikationswege für das Forschungsgebiet Wolhynien". Es war ein gemütlicher Abend, der von vielen Besuchern gern angenommen wurde.
Neu in diesem Jahr war das Treffen der Vertreter des Hilfskomitees Hannover, des neu gegründeten Vereins „Bugholländer“, des Historischen Vereins Wiesentheid und des Heimatvereins Linstow, das am Sonnabendvormittag im Umsiedlermuseum stattfand.
Am Samstag uHerr Herbst eröffnet das Museumsfestm 14.00 Uhr begann das eigentliche Museumsfest, das in diesem Jahr unter dem Thema „20 Jahre Wiedervereinigung – 20 Jahre Demokratische Entwicklung“ stand.
Eine wichtige Aufgabe ist, die Demokratie in unserem Land zu erhalten und junge Menschen zu Toleranz und Demokratieverständnis zu erziehen. Dieses Demokratieverständnis muss sich jede Generation neu erarbeiten - es muss erlernt und begriffen werden. Schulen und Elternhäuser, Politik und Medien haben dabei eine hohe Verantwortung – der Heimatverein will dabei helfen.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Linstow Herr Herbst eröffnete am Nachmittag das Museumsfest. Nach Begrüßung und Ansprache über die Initiativen des Vereins im letzten Jahr, kamen geladenen Gäste zu Wort.
Ganz herzlich begrüßen konnten wir den Bürgermeister der Gemeinde Dobbin-Linstow, Herrn Baldermann, Frau Oxfort, Kulturreferentin für Wolhynien, und Herrn Dr. Sprungala, Vorsitzender der Landsmannschaft Weichsel-Warthe.
Anwesend waren einige hundert Menschen aus der gesamten Bundesrepublik, aus der Ukraine und sogar aus Neuseeland.
Zum ersten Mal anwesend die Vorstände des Hilfskomitees der ev. luth. Dt. aus Polen, Herr Pastor Sichler, der Bundesvorsitzende und Bundessprecher der Landsmannschaft Weichsel-Warthe, Herr Dr. Sprungala, Frau Magdalena Oxfort als Kulturbeauftragte der Bundesregierung für Westpreußen, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien und der Vorsitzende des Bugholendry-Vereins, Herr Siegfried Ludwig. Regelmäßig zum Museumsfest ist der Vorsitzende vom Historischen Verein Wolhynien e. V. , Herr König, zu Gast.

In diesem Jahr gHerr Reimann und Frau Großab es wieder ein Gespräch am Gartenzaun, das Emil und Milscha alias Ernst Reimann und Erika Groß zur Freude der Besucher führten. In wolhynischer Mundart wurden Gedanken zum Gedeihen der diesjährigen Pomodoren und Schabbeln und anderer wichtiger weltbewegender Ereignisse ausgetauscht. Auch der Dreschflegelwettbewerb hat schon einen festen Platz im Programm des Museumsfestes, den in diesem Jahr wieder unser Bürgermeister Herr Baldermann moderierte. Als Preise gab es in diesem Jahr geräucherte Forellen, die die Firma Forellenzucht Wuttge aus Dobbin zur Verfügung gestellt hatte.
Frau Jöllenbeck trug die wolhynische Geschichte ihrer Familie in gereimter Form vor und erhielt viel Beifall dafür.

Gespräche gab es reichlich, dazu Kaffee und Kuchen, Borschtsch, Sauerkraut und Piroggen.
Auslosung der PreiseAuch konnten sehr schöne Preise beim Quiz und bei der Verlosung der Eintrittskarten vergeben werden. Gegen Abend sorgte der Aussiedlerchor aus Schwerin mit schönen russischen und deutschen Liedern für Stimmung und erntete viel Beifall dafür.
Am Sonntag wurde in der Kirche zu Kieth der Heimatgottesdienst gefeiert. Gleich vier Pastoren waren anwesend und kamen zu Wort: Herr Pastor Sichler, Herr Pastor Behre, Herr Pastor Reeps und Herr Pastor Kusnezow aus der Ukraine. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Laager Männerchor und dem Posaunenchor aus Krakow am See.
Anschließend gab es auf dem Museumsgelände für alle ein Mittagessen.
Mit dem Segen von Herrn Pfarrer Behre machten sich alle auf den Heimweg.
Wieder ging ein schönes Museumsfest zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön geht an die vielen Helfer und Sponsoren, die zum Gelingen des Museumsfestes beigetragen haben:
- Gemeinde Dobbin-Linstow
- Van der Falk Resort, Tankstelle Marek in Krakow am See
- Diakonie Linstow, Güstrower Kies und Mörtel GmbH
- Herr Wilken, Fleischerei Nielebock, Frau Schütz alias Tante Emma
- Forellenzucht Wuttge aus Dobbin
- Herr Revierförster Dittrich aus Bornkrug
- Lebensmittelmarkt Hohen Wangelin
- und viele Linstower und Dobbiner Bürger und Gäste.

Finanziell unterstützt wurde das 18. Museumsfest von dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, aus dem Etat der Kulturreferentin für Wolhynien Magdalena Oxfort M.A.
Ebenfalls wurde der Heimatverein Linstow vom Historischen Verein Wolhynien e.V. finanziell unterstützt.

Den Termin für das 19. Museumsfest können Sie sich schon vormerken:
3. September 2011.
Wir freuen uns wieder auf viele Gäste und anregende Gespräche.

Christiane Lengnink
i. A. des Heimatvereins Linstow e. V.
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