Das 15. Museumsfest war wieder ein Höhepunkt in der Gemeinde Dobbin-Linstow.

Der Heimatverein Linstow e.V. lud am ersten Septemberwochenende wieder zum alljährlichen Museumsfest ein.

Bereits Wochen zuvor war das Festkomitee mit der Planung und Vorbereitung des bevorstehenden Höhepunktes beschäftigt. Kurz vor dem Fest wurden in einheimischen Küchen Kuchen gebacken, Piroggen vorbereitet und wolhynische Gerichte gekocht. Am Samstag in aller Frühe waren erfahrene Helfer mit dem Abbacken von ca. 400 Broten beschäftigt. So wurde mit Spannung der Samstagnachmittag erwartet. Ca. 500 Gäste aus nah und fern waren der Einladung gefolgt. Das Wetter meinte es, trotz einiger Bedenken, zur Freude aller gut.

Das Programm wurde mit dem Wolhynierlied eröffnet. Herr Herbst, der Vereinsvorsitzende, begrüßte alle Gäste. Er gab Einblicke in die Vereins- und Projektarbeit. Es wurde auf das Angebot hingewiesen, Zeitzeugen noch zu befragen, um so aus der Geschichte lernen zu können. Er erinnerte an die Gründung des Vereins vor 15 Jahren und nahm dies zum Anlass, die anwesenden Gründungsmitglieder zu ehren.

Die Kinder, unterstützt von Jugendlichen, trugen ein eingeübtes Programm vor. Der Bürgermeister und Amtsvorsteher des Amtes Krakow am See, Herr Baldermann, informierte in seiner Grußrede über die erfolgten und noch bevorstehenden Veränderungen des Dorfbildes. Er äußerte sich anerkennend darüber, dass der Heimatverein mit seinen vielfältigen Aktivitäten klare Zeichen gegen Fremdenhass und Rechtsradikalismus setzt, und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Gemeindelebens im Gemeindeverbund Dobbin-Linstow und darüber hinaus leistet.

Der Historische Verein Wolhynien e.V. wurde durch den neu gewählten Vorsitzenden, Herrn König, vertreten. Er übermittelte Grüße aus Wiesentheid von der Familie Arndt und lobte die Zusammenarbeit beider Vereine. Herr Dr. Lemke, Vertreter des Bildungsministeriums, war ebenfalls als Ehrengast anwesend. Er würdige die Projektarbeit mit Kinder- und Jugendlichen und versprach, sie weiterhin zu unterstützen. Der Landrat, Herr Lutz da Cunha, richtete ein Grußwort an die Teilnehmer des Festes und unterstrich darin die Notwendigkeit, rechtsextremen Tendenzen entgegenzuwirken.

Die anschließende Kaffeepause wurde kulturell umrahmt und bot Möglichkeiten, Gespräche zu führen, Kontakte zu knüpfen und Informations- und Verkaufsstände zu besuchen. Es wurde auch wieder der traditionelle Dreschflegelwettbewerb durchgeführt, woran sich Jung und Alt beteiligten. Mit einem Vortrag von Gerhard König "Die Familie erforschen - wie geht dies in Wolhynien" fand ein gelungenes Fest seinen Ausklang.

Der Heimatverein Linstow e.V. bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, die dazu beitrugen, dass dieses Fest wieder zu einem kulturellen Höhepunkt im Leben des Heimatvereins, der Gemeinde und weit darüber hinaus wurde.

Ranke / Plutzas, Heimatverein Linstow e.V.

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