Wenn Einer eine Reise tut, dann hat er zu erzählen. Der Heimatverein Linstow führte seine inzwischen 10. Bildungsreise durch.


Wir wanderten auf den Spuren der deutschen Geschichte über Magdeburg, Quedlinburg, Wernigerode und Halberstadt in einer Zeit der ottonischen Kaiser und Gründer des Deutschen Reiches.
Im Magdeburger Dom begannen wir mit einer sehr interessanten Führung. Der Dom ist der erste gotische Kathedralbau auf deutschem Boden, Lieblingsresidenz und Grabstätte Otto des Großen und seiner ersten Frau Editha. Außer der bedeutenden Geschichte des Dom konnten wir auch das Magdeburger Ehrenmal von Ernst Barlach besichtigen, welches für die Gefallenen des ersten Weltkrieges errichtet wurde und schon bald von den Nazis 1934 zur entartenden Kunst zählte. Danach setzen wir unsere Reise fort und bezogen Quartier im Schloss Meisdorf einem Hotel von Van der Valk. Ein besonderer Dank gilt dem umsichtigen und freundlichen Busfahrer des van der Valk-Resort Linstow. Auch für die Gastfreundlichkeit im Hotel möchten wir uns an dieser Stelle bedanken.
Unsere Wanderung verlief aber nicht nur durch die Geschichte sondern wurde im Thalebecken am Fuße von Hexentanzplatz und Rosstrappe auch wörtlich genommen. Wer wollte ist auch zu Fuß zum Hexentanzplatz gelaufen. Danach wurde es wieder historisch, mit der Besichtigung der Stadt Quedlinburg. Herausragendes Ereignis war die Stiftskirche St. Servatii, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Deutschlands, Grabstätte Heinrich I. mit seiner Frau Mathilde. Heinrich I. residierte hier als erster König des Deutschen Reiches bis zu seinem Tod 936. 936 gründete seine Hinterbliebene Frau Mathilde dort eines der berühmtesten Frauenstifts Deutschlands, welches unter königlichen Schutz Otto I, Sohn Heinrich I. stand und durch baldige Beschenkung zu reichlicher Blüte kam. Daraus wuchs einer der wertvollsten Kirchenschätze der Gegenwart.
800 bis 1000 Jahre alte Gold- und Elfenbeinverzierte Reliquiengefäße formvollendet und sehr gut erhalten beeindrucken jeden Besucher. Interessant wie ein Krimi ist auch die Schilderung der Suche und Rückführung des zum Teil nach dem 2. Weltkrieg gestohlenen Kirchenschatzes. Er wurde 1992 für mehrere Millionen $ zurückgekauft.
Ähnlich beeindruckend ist natürlich auch der Halberstädter Dom und Domschatz, den wir uns auf der Rückreise auch mit einer sehr guten Führung ansehen konnten. So konnten viele Mitreisende noch nie gesehene Kunstschätze und die Entstehungsgeschichte des Deutschen Reiches eindrucksvoll erleben und Anregungen für weitere Geschichtsforschungen erlangen oder aber das schon einmal gesehene in neuem Glanz und Vollständigkeit genießen.
Abends saßen alle Vereinmitglieder zusammen um über das Gesehene sich auszutauschen und es wurde immer ein kleines Programm durchgeführt. Dabei wurde Musiziert, Gesungen, Wolhynische Rollenspiele durchgeführt, Plattdeutsche Läuschen und Riemels vorgelesen und herzlich und viel gelacht. Natürlich wurde auch über die erreichten Ziele des Vereins gesprochen über Lösungen und Aufgaben für weitere Planungen, wie beispielsweise das kommende Wolhynische Heimatfest, welches am 06.September 2014 stattfinden wird, und zu dem der Heimatverein wieder herzlich einlädt.

Wir bedanken uns dafür bei den vielen Helfern und aktiven Mitgliedern des Heimatvereins Linstow.

Inzwischen hat auch die letzte offizielle Veranstaltung des Heimatvereins im Jahr 2013, die Weihnachtfeier mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit konnte sich der Verein über den Beitritt neuer Mitglieder freuen. Durch den Vorsitzenden Johannes Herbst wurde auf die Aktivität des Vereinslebens hingewiesen und der Dank an alle aktiven Mitglieder ausgesprochen. Der Verein freut sich auf das kommende Jahr und ist sicher, die neuen Herausforderungen wieder gemeinsam zu meistern.
mit freundlichen Grüßen
Gerhard Schmoock

Das 21.Museumsfest vom 6.bis 8. September 2013
Aus der Geschichte für die Zukunft lernen

Wie ein roter Faden zog sich diese Aussage in immer wieder abgewandelter Form durch diese Veranstaltung am ersten Septemberwochenende in Linstow.
Flucht und Vertreibung, keine leeren Worthülsen, sondern Realität, erlebte Geschichte mit all den schönen und schmerzlichen Erinnerungen an schöne Zeiten in der Heimat, aber auch Erinnerungen an Not, Hunger, Angst und Tod, an Abschiednehmen.
Und wer meint, Wolhynien ist Vergangenheit, aus und vorbei, der ist getäuscht.

Das 21. Museumsfest - von Walter Manz

25.05.-26.05.2013 Bundeskulturtagung in Fulda

Schülerprojekt am 13.05.2013

Saisoneröffnung 2013 am 12.5.2012

nach oben