Treffen polnischer und deutscher Studenten

Treffen deutscher und polnischer Studenten Der Umgang mit Flucht und Vertreibung in Deutschland und Polen hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Es ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen der Geschichte und Gegenwart in Europa und den deutsch-polnischen Beziehungen.

Anlass für die Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern sich in einem Seminar gemeinsam mit Studenten der Universität Rostock und der Pädagogischen Universität Krakow dieses Themas anzunehmen.

Beide Gruppen hatten sich intensiv auf die Veranstaltung, die vom 26. April bis 2. Mai 2009 dauerte, vorbereitet. In Workshops und im Plenum wurden zu verschiedenen Themen Präsentationen erarbeitet, die später in Lehrmaterialien Eingang finden sollen.

Im Rahmen dieses Seminars, das seine Fortsetzung in Oswiecim/Auschwitz und Krakow finden wird, wurde ein besonderer Lernort, das Umsiedlermuseum Linstow, aufgesucht. Dieses Museum, von ehemaligen Wolhyniendeutschen und engagierten Bürgern aus dem Dorf Anfang der 90iger Jahre gegründet, zeigt die wechselvolle Geschichte der Wolhynier, die mehrmals umgesiedelt, deportiert und vertrieben wurden.

Nach einer sachkundigen Führung standen die Mitarbeiter und der Vorsitzende des Heimatvereins Linstow e. V. den Teilnehmern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Für viele Studenten war es die erste Begegnung mit Zeugnissen von Flucht und Vertreibung und daher für ihre weitere Arbeit an der Thematik sehr hilfreich. Sie bedankten sich zweisprachig bei den Gastgebern und wünschten dem Museum viele Besucher.

Andreas Handy, Geschäftsführer Europäische Akademie Waren

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