Bonn war eine Reise wert

Ausstellung Flucht und Vertreibung. Der Heimatverein Linstow e.V. unternahm vom 17.3. bis zum 19.3.2006 eine Bildungsreise nach Bonn. Im CJD wurde allen ein sehr herzlicher Empfang vom Leiter der Einrichtung Herrn Böker bereitet. Herr Böker hat eine besondere Beziehung zu Mecklenburg-Vorpommern, da er nach der Wende die heutige Jagd- und Naturpark-Residenz in Drewitz als Objekt des CJD leitete.

Am Nachmittag wurde uns Bonn durch eine interessante Stadtrundfahrt voller Informationen näher gebracht. Eine Stadtführerin zeigte uns Sehenswürdigkeiten und einige kulturell und politisch wichtige Gebäude der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Der Höhepunkt der Reise war am Samstag der Besuch der Ausstellung über Flucht, Vertreibung und Integration im Haus der Geschichte. Er wurde vorbereitet von Frau Dr. Auch, Privatdozentin im Seminar für Osteuropäische Geschichte Bonn, die mit dem Verein bereits seit langem in besonderem Kontakt steht. Alle waren sehr beeindruckt von der umfassenden und fachlichen Aufarbeitung dieses Themas. Das Erleben der Führung durch die Ausstellung berührte jeden sehr persönlich. Bei den älteren Teilnehmern wurden Kindheitserinnerungen wieder lebendig und auf die Jüngeren wirkten die Informationen und Bilder aus dieser Zeit der deutschen Geschichte schockierend.

Es wurde ein kurzer Filmausschnitt des NDR, der in Linstow gedreht wurde, gezeigt. Jedoch gab es keine weiteren Hinweise zu Flucht, Vertreibung und Integration in Mecklenburg. Der Heimatverein wird sich dafür einsetzen, diesem Aspekt die erforderliche Bedeutung einzuräumen.

Linstower Reisegruppe vor der Ausstellung. Am Nachmittag unternahmen wir eine Rheinfahrt von Königswinter nach Linz. Bei Frühlingswetter mit herrlichem Sonnenschein schipperten wir den Rhein entlang und ließen uns die Sehenswürdigkeiten erklären. In Linz führte uns das Ehepaar Schuhmacher. Sie waren zu DDR-Zeiten in die Rheinregion ausgesiedelt. In der Altstadt bestaunten wir die schönen Fachwerkhäuser und andere Sehenswürdigkeiten.

Am letzten Tag dieser Reise erwartete uns ein weiterer Höhepunkt, der Besuch der Konrad-Adenauer-Stiftung. Wir bekamen eine besondere Führung. Es wurde uns ermöglicht, Bereiche des Wohnhauses von Konrad Adenauer kennen zu lernen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Uns beeindruckte die schlichte Lebensweise dieses bedeutenden Politikers.

Nun galt es Abschied zu nehmen. Wir bedankten uns bei Herrn Praxenthaler und Herrn Böker für die erfahrene Gastfreundschaft, gleichzeitig luden wir sie zu unserem Museumsfest am 2.9.2006 zu uns nach Linstow ein. Während der langen Rückfahrt werteten wir das Erlebte aus. Dabei wurde deutlich, dass diese Reise für alle Teilnehmer interessant war und in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

Ein besonderer Dank gilt dem Vereinsvorsitzenden Herrn Herbst für die Organisation dieser gelungenen Bildungsfahrt.

Erstellt von A. Knapschinski und K. Ranke

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