Einweihung der Bildungsscheune ... Fortsetzung

Dem Engagement von Johannes Herbst ist das Entstehen des Heimatvereins und die Errichtung des Umsiedlermuseums zu verdanken. Im Namen des Vereins bedankte er sich bei den beteiligten Firmen und den Förderern für die Unterstützung und Verwirklichung der Idee einer Bildungsscheune als Begegnungsstätte. Zu den Visionen der künftigen Betätigungsfelder zählte er auf: die Vermittlung geschichtlichen Wissens, Erklärung der Ursachen der verschiedensten Wanderbewegungen unserer Vorfahren, Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen Nationalitäten, Brücken bauen zwischen den Generationen und die Vermittlung von Kontakten. Als besonderen Gruß verlas er ein Glückwunschschreiben des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Zu den Gratulanten zählten der Staatssekretär vom Umweltministerium, Herr Dr. Harald Stegemann, der Landrat des Landkreises Güstrow, Herr Lutz da Cunha, der Amtsleiter des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur (StAUN) Rostock, Herr Hans-Joachim Meier und der Vorsitzende des Fördervereins Region Güstrow e.V., Herr Burkhard Bauer. - Prof. Dr. J. Hanisch vom HP Umweltplanung, Büro für Wissenschaftsdienstleistungen in Hamburg, erklärte die Unterstützung seines Hauses bei der regionalen Planung und stellte eine Konzeptstudie zur Nutzung der Bildungsscheune vor. Als Vertreter des Vorstandes des Historischen Vereins Wolhynien e.V. beglückwünschte Gerhard König den Linstower Heimatverein zu dem gelungenen Bauprojekt. Erfreut konnte er feststellen, daß die Schautafeln von der Wanderausstellung einen würdigen Platz im Obergeschoß der Scheune gefunden hatten. Als erste Anregung für die kommenden Bildungsveranstaltungen überreichte er dem Verein eine erste Dokumentation der 30jährigen Vereinsgeschichte des Historischen Vereins anhand der Rund- und Einladungsschreiben. Diese Schreiben aus den zurückliegenden 30 Jahren wurden digitalisiert, einheitlich gestaltet und der Öffentlichkeit auf den neuen Webseiten des Vereins http://HistorischerVerein.wolhynien.de zur Verfügung gestellt.

Anschließend überreichte die Vertreterin der regionalen Sparkasse einen symbolischen Scheck für die o.g. Spende, deren Betrag für den Kauf von Tischen und Stühlen verwendet wurde. Den Abschluß des festlichen Teils ließen sich die einheimischen Wolhynier nicht nehmen. Ewald Oelke, gebürtiger Wolhynier, der emsige Kameramann im Verein und langjährige Nachbar der Familie Herbst kürte mit bewegenden Worten Johannes Herbst für seine Verdienste zum "Vater der Wolhynier". Ernst Reimann erzählte aus seiner Heimat Wolhynien, berichtete aus seinem Leben und wie die wolhynischen Familien vor 60 Jahren nach Mecklenburg in den kleinen Ort Linstow kamen und später der Heimatverein im Ort gegründet wurde. Die Geschichtslehrerin Gabi Strübing und zwei am Projekt "Zeitensprünge" beteiligte Schülerinnen erzählten von ihren Erlebnissen und präsentierten das Projekt. Die Kindergruppe aus der Gemeinde Dobbin-Linstow rundete mit einem kleinen Programm und Gedichten von Erna Wolz die Feier ab.

Nachdem Pastor Havemann dem neuen Haus seinen Segen gab, umrahmte die Jugendgruppe Bogabunda aus Krakow am See mit ihren musikalischen Beiträgen den Übergang zum gemütlichen Beisammensein. Nach dem Programm wurde gemeinsam mit Sekt und anderen Getränken auf das neue Haus angestoßen. Auf dem Freigelände lief der Grill bereits auf Hochtouren und beim Essen bahnte sich eine Vielzahl von interessanten Gesprächen an. Die Linstower Frauen hatten in den letzten Tagen wieder leckere Piroggen vorbereitet. Dazu gab es Schmalzbrote, Borschtsch, Kaffee und Kuchen, je nach Wunsch und Geschmack der Gäste.

Unter den Gästen weilten auch Pastor i.R. Richard Rose, stellvertretender Vorsitzender des Hilfskomitees der Evangelisch-lutherischen Deutschen aus Polen e.V. und Pastor Oliver Behre, Obmann für Wolhynien in diesem Komitee. Sie wollen die Veranstaltungsreihe in Linstow mit einem Heimatgottesdienst am ersten Septemberwochenende diesen Jahres eröffnen. Nach ersten Absprachen werden vom Hotel im Van der Falk Resort Linstow preiswerte Unterbringungen angeboten. Interessenten geben bitte bei einer Reservierung die Veranstaltung in Linstow an.

Angeregt von den ideenreichen Gesprächen wünschen wir allen Beteiligten viel Erfolg bei der Umsetzung und sagen: "... bis bald in Linstow!"

Bericht und Fotos von Gerhard König


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